KI-Agenten für End-to-End-Softwareentwicklung

Illustration: ein KI-Agent unterstützt Anforderungen, Design, Code, Tests und Deployment

KI-Agenten schreiben heute schon den Großteil des Codes. Viele Teams merken jedoch: Sobald eine Aufgabe groß wird, macht der Agent Flüchtigkeitsfehler, und bei unklaren Anforderungen läuft das Ergebnis aus dem Ruder. Dieser 6-stündige Vortrag stellt einen praxiserprobten End-to-End-Entwicklungsablauf vor, in dem KI-Agenten in jedem Schritt zuverlässig arbeiten: Anforderungen, Aufgabenzerlegung, Umsetzung, Review und Wartung. Der Schwerpunkt der Entwickler verlagert sich vom eigenen Programmieren hin zur Orchestrierung von Agenten.

Der Vortrag verbindet unsere eigene Entwicklungspraxis mit dem Workshop von Matt Pocock, Full Walkthrough: Workflow for AI Coding. Die Kernidee: Grundlagen der Softwaretechnik wie kleine Schritte, testgetriebene Entwicklung und gutes Moduldesign sind im KI-Zeitalter genauso wichtig, wenn nicht wichtiger.

Die vier Phasen des Ablaufs

  • Analyse und Spezifikation: ein „Grill me“-Gespräch, in dem die KI so lange nachfragt, bis beide Seiten die Anforderungen gleich verstehen, anschließend festgehalten in einem Produktanforderungsdokument (PRD).
  • AFK-Umsetzung (away from keyboard): die Anforderungen in kleine, unabhängig bearbeitbare Aufgaben zerlegen und Agenten sie automatisch und testgetrieben in einer isolierten Umgebung umsetzen lassen, wo möglich parallel.
  • Architekturverbesserung: die Gesamtform der Codebasis im Blick behalten und flache Module durch tiefe Module ersetzen, damit Menschen und KI den Code leichter verstehen und ändern können.
  • Wartung und Fehlerbehebung: Probleme aus Review und Tests werden zu neuen Aufgaben auf dem Board, und der Kreislauf geht weiter.

Was Sie lernen

  • Zwei zentrale Grenzen großer Sprachmodelle: Sie werden mit wachsendem Kontext „dümmer“ und „vergessen“ in jeder neuen Sitzung alles, und wie Sie Aufgaben entsprechend zuschneiden
  • Anforderungen mit der KI per „Grill me“-Gespräch abstimmen und ein knappes PRD schreiben
  • Anforderungen in vertikale Aufgaben-Slices zerlegen, Abhängigkeiten klären und mehrere Agenten parallel arbeiten lassen
  • Agenten AFK umsetzen lassen: Aufgabenschleifen, testgetriebene Entwicklung (Red, Green, Refactor), Feedback-Schleifen und Container-Isolation
  • Die Code-Architektur mit tiefen Modulen verbessern und durch Review und Tests laufend neue Aufgaben erzeugen
  • Agenten mit einem Second Brain ein dauerhaftes Gedächtnis und geteiltes Teamwissen geben sowie mit geplanten Aufgaben, Skills und Workflow-Werkzeugen automatisieren
  • Die Rolle von Forward Deployed Engineers (FDE) und die Kultur von Entwicklungsteams im Zeitalter der KI-Agenten
  • Praktische Tipps für die tägliche Entwicklung mit Claude

Ablauf (6 Stunden inklusive Pausen)

  1. Der veränderte Entwicklungsablauf und Demo (45 Min.): vom Programmieren zur Orchestrierung von Agenten, Überblick über die vier Phasen, Produktdemo
  2. Zwei Grenzen großer Sprachmodelle (30 Min.): „Smart Zone“ und „Dumb Zone“ des Kontexts, Kontext leeren oder komprimieren, Aufgaben richtig zuschneiden
  3. Anforderungen abstimmen und zerlegen (60 Min.): „Grill me“-Gespräche, das PRD, vertikale Aufgaben-Slices und Abhängigkeiten, praktische Übung
  4. AFK-Umsetzung (75 Min.): Aufgabenschleifen für Agenten, testgetriebene Entwicklung, Isolation mit Containern und Worktrees, mehrere Agenten parallel, praktische Übung
  5. Architektur und Review (45 Min.): tiefe und flache Module, Architektur verbessern, Code-Review und Qualitätsprüfung, Coding-Standards
  6. Gedächtnis, Automatisierung und Team (45 Min.): Second Brain und geteiltes Wissen, drei Wege der Automatisierung, Forward Deployed Engineers, eine Teamkultur aus KI-First-Denken, kontinuierlichem Lernen und pragmatischer Umsetzung
  7. Praktische Tipps und Abschluss (30 Min.): Sitzungen neu starten und übergeben, Plugins und Hooks, Tests, Git-Workflow, Container, Zusammenfassung und Fragen

Für wen

Softwareentwicklerinnen und -entwickler sowie technische Leitungen, die KI-Agenten wie Claude Code systematisch in der täglichen Entwicklung einsetzen möchten. Sicherer Umgang mit Git und der Kommandozeile wird vorausgesetzt.

Vergütung: 800 EUR (6-stündiger Vortrag). Für Buchung oder Fragen kontaktieren Sie uns.

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